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Saleen

DS Motorsport Driver

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Freitag, 3. März 2017, 22:13

Freitag 3. März 2017


Schuchi

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Dienstag, 14. März 2017, 10:04

Montag 13. März 2017

Teampräsentation von DS Motorsport für die Frühjahrssaison der GTR4u GT-Series 2017



Im Gegensatz zu den letzten Jahren präsentierte DS Motorsport seine Fahrzeuge diesmal vor dem ersten Rennen der Saison. Ort des Geschehens war die Nürburgring Nordschleife, welche für einen ersten Funktionstest genutzt wurde. Insgesamt machte das Team einen deutlich aufgeräumteren Eindruck als letztes Jahr und alle Piloten schienen deutlich optimistischer auf die nächsten Rennen zu blicken.



Allen voran Teamchef Daniel Schuchmann, welcher förmlich vor Enthusiasmus sprühte. Äußerst bereitwillig kam er zuerst vor unser Mikro und erklärte weshalb man für die GTR4u GT-Series fortan auf die Power von Fernost setzt:
"Ich denke, diese Saison können wir viel erreichen. Nachdem fest stand, dass wir den BMW in Rente schicken, gab es zunächst viel Wirbel um die Fahrzeuge. Wir trafen uns mit allerhand Herstellern und sortierten schnell aus. Die finale Entscheidung fiel uns dann dennoch sehr schwer und aufgrund von Michel's Teilnahme beim Porsche-Cup entschieden wir uns dann für die Zuffenhausener. Die Wagen standen bereits fertig foliert in der Garage, als von der Orga der GTS sehr kurzfristig eine Regeländerung beschlossen wurde, welche weitreichende Folgen für das Fahrzeugsetup bzw. die Fahrbarkeit des Porsche bedeutet hätte. Daraufhin testeten wir erneut und beschlossen, die Porsche zunächst nicht in der GT-Series einzusetzen. Zum Glück konnten wir kurzfristig vier Nissan GT-R Nismo GT3 erwerben und noch rechtzeitig für die Saison vorbereiten. "



Als nächstes forderten wir den langjährigen Mitstreiter Ben Leissling auf, uns Rede und Antwort zu stehen. Auf die Frage, wie er seine Leistungen einschätze, antwortete er uns:
"Die Herbstsaison 2016 war für mich die mit Abstand Schlechteste seit dem ich im Dezember 2011 ins Team gekommen bin. Erneut so eine Leistung abzuliefern kann ich mir 2017 nicht mehr leisten, besonders nicht wenn man betrachtet auf welchem Niveau meine Teamkollegen mittlerweile unterwegs sind. Auf meine vielen Worte müssen jetzt endlich auch Taten folgen."

Zu den neuen Fahrzeugen meinte er kurz:
"Der Nissan ist für mich absolutes Neuland. Sah ihn vor der Präsentation nur kurzfristig als er bei unserem Teamchef vom Folieren zurückkam und da fehlte auch noch der Sitz, also konnte ich bisher noch nicht einmal eine Grobeinstellung vornehmen."

Auch zu der neuen Aktion des Teamchefs, gegen Spendengelder für Sea Shepherd Deutschland Sponsorflächen auf den Wagen bereitzustellen, äußerte sich Ben sehr bestimmt:
"Die Aktion finde ich super, wir sind ja schon seit ein paar Jahren Supporter von Sea Shepherd. An Paul Watsons Leitspruch: "If the oceans die, we die" ist leider sehr viel Wahres daran, was uns allen zu denken geben sollte. So etwas muss unterstützt werden"

Eher negativ umschrieb er die Zustände in der GTS:
"Zur GT-Series möchte ich mich eigentlich nicht äußern, hoffe aber dass man 2017 wieder wichtige Bekanntgaben rechtzeitig veröffentlicht und allgemein transparenter zu den Fahrern und Teams ist. Mittlerweile gibt es aber einige Alternativen bei denen wir notfalls einsteigen könnten. Die 911er werden ja sowieso andersweitig ihre Runden drehen."

Bereits in der vergagenen Saison fühlte sich DS Motorsport oft zu Unrecht behandelt und überzogen hart bestraft. Beim letzten Rennen der vergangenen Saison in Spielberg starteten deshalb drei der vier Piloten nicht. Einzigst der Teamchef war mit seinem BMW Z4 GT3 vor Ort um den Sponsorenverpflichtungen nachzukommen.



Gerade als wir uns dem nächsten Fahrer zuwenden wollten, kam der Teamchef erneut vor das Mikro. Im Arm hielt er Ben und sagte uns:
"Ben ist nun schon so lange bei uns. Ich habe ihm im Vorfeld der Saison den Posten des stellvertretenden Teamchefs angeboten, damit das Team bei wichtigen Entscheidungen auch in meiner Abwesenheit stets handlungsfähig bleibt. Leider lehnte er ab, da er meint, ich möchte damit meinen Rückzug aus dem Team einläuten. Das ist nicht richtig, mit dieser tollen Truppe möchte ich noch lange Rennen fahren. Das Team war immer mein Lebenstraum und in der momentanen Zusammensetzung ist dieser so schön wie nie."

Mit einem Knuff in seine Seite wandte er sich von uns ab:
"Ich hoffe er überlegt sich das nochmal."

Michel Behrendt, der sich bisher immer erfolgreich von den Interviews drücken konnte, wurde diesmal von der Teamführung förmlich gezwungen, sich der Presse zu stellen:
"Da ich mit den Leistungen der letzten Saisons recht unzufrieden war, scheute ich Mikro und Kameras. Wir konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Doch ich hoffe, das ändert sich diese Saison."

Auch ihn befragten wir zu seinem neuen Dienstwagen:
"Uns war schnell klar, dass der BMW Z4 GT3 für uns diese Saison nicht mehr in Frage kommen würde. Er ist zwar nicht langsam, was wir letzte Saison beim Lauf in Brands Hatch deutich gesehen haben, aber er ist schlicht und ergreifend nicht mehr konkurrenzfähig zu den anderen Fahrzeugen. Klar für die Top 10 reicht er, aber das soll 2017 nicht das Ziel sein."

Auf die Frage nach seinen Erwartungen an die neue Saison, entgegnete er:
"Was wünsche ich mir für unser Team in dieser Saison? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Ben wird hoffentlich endlich wieder durchstarten können und Enrico, Daniel und mich mitreißen. Wir müssen definitiv enger zusammen rücken und uns gegenseitig mehr helfen!"

Neben dem Porsche-Cup wird Michel 2017 auch an weiteren Rennserien teilnehmen. Wann, wie und wo, verriet er uns ebenfalls:
"Ich werde am 01.04.2017 ein weiteres Rennen für unseren Hauptsponsor Sea Shepherd bestreiten! Es handelt sich dabei um die 12H von Le Mans. Dieses Rennen ist jetzt schon in der Vorbereitungsphase und wird mir sehr viel Zeit rauben, da ich dort zusammen mit Heiko Scheuermann, Dietmar Blaskowski und Thomas Schacht ganz vorn mitzufahren möchte. Das Fahrzeug, ein Nissan GT-R Nismo GT3, wird hoffentlich viele Blicke hinsichtlich der Pace und nicht wegen eines Unfalls auf sich ziehen."



Zu guter Letzt bekamen wir auch den vierten Fahrer, Enrico K., für ein Statement zu fassen:
"Schon vor dem Start begann die Saison turbolent. Nachdem im Team lange diskutiert wurde welches Fahrzeug 2017 bewegt werden soll, hatten wir uns intern mit dem Hersteller Porsche auf eine Zusammenarbeit einigen können. Da der Heckmotor für mich allerdings ein ungewohntes Antriebskonzept ist, bei dem ich noch gar keine Erfahrung vorweisen kann, habe ich frühzeitig angefangen zu trainieren um mich best möglich auf die kommende Saison vorzubereiten. Es gelang mir auch mich immer besser auf die Besonderheiten des 911ers einzustellen.
Dann kam aber recht kurzfristig eine Änderung gegenüber dem alten Reglement, die die Wagenwahl in Frage stellte und neue Diskusionen auslöste. Letzendlich haben wir uns doch auf einen anderen Hersteller geeinigt. Damit war natürlich die gesamte Testarbeit über den Winter für die Katz."


Hinsichtlich seiner Perspektiven sagte er:
Wegen der kurzfristigen Umorientierung geht es jetzt mit eher mäßigen Erwartungen in die kommende Saison. Mein Ziel ist es mich mit dem Nissan GTR konstant in jedem Rennen in die Top Ten platzieren zu können. Man muss auch sehen, wie sich die neue Reifenregelung auf das Feld auswirken wird, ich fürchte aber, es wird die Abstände zwischen den Spitzenfahreren und dem Rest eher noch vergrößern und Spannung aus den Rennen nehmen."

Abschließend gab er uns noch weitere Einblicke:
"Ich hoffe dass wir als Team enger zusammenrücken zumal Ben hoffentlich seine technischen Probleme in den Griff bekommt und wieder, wie gewohnt, ins Lenkrad greifen kann. In dieser Saison sehe ich Michel als Sperrspitze im Team und es wird ggf. zum Ende der Saison gelten, ihn zu unterstützen um eine möglichst gute Gesamtplatzierung herauszufahren.
Ein großes Dankeschön geht noch an den Teamchef, der sich die Nächte um die Ohren geschlagen hat um unsere Autos in aller Kürze noch eigenhändig zu folieren, damit wir nicht mit dem Standarddesign des Nissans starten müssen."




Somit können wir gespannt sein, wie das Team beim ersten Lauf im brasilianischen Sao Paolo im Vergleich zur starken aber zahlenmäßig bisher geringen Konkurrenz aufgestellt sein wird.
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Schuchi

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Dienstag, 21. März 2017, 08:48

Sonntag 19. März - Interlagos

Beim Saisonauftakt im brasilianischen Sao Paulo kam für drei der vier DS Motorsport Piloten die Stunde der Wahrheit. Wo würde man sich mit den blauweißen Nissans positionieren? Wo würde die Konkurrenz um Porsche, Lamborghini, Ferrari und Mercedes wirklich stehen?
Schon im freien Training wurde für die gegnerischen Fahrer ersichtlich, dass Michel Behrendt ein deutliches Wort um den Sieg mitzureden hatte. Dank hervorragender Fahrleistungen dominierte er einen großteil der Trainingssitzungen und stand am Ende der Qualifikation verdient auf der Poleposition. Ähnlich stark qualifizierte sich Enrico K., der obwohl er vor Saisonbeginn etwas tiefstapelnd an die Sache heranging, Startplatz 4 für sich beanspruchte. Nur der Teamchef Daniel Schuchmann hatte, wie gewohnt zu Saisonbeginn Mühe in die Gänge zu kommen und konnte sich lediglich auf dem siebzehnten Platz einreihen. Der Wagen von Ben Leissling fehlte leider, das Team gab aber bekannt dass es nicht mehr allzu lange dauern würde.

Der Start und besonders das Rennen verliefen gut für DSM, wenngleich Michel beim Beschleunigen auch vorerst zwei Plätze abgeben musste. Einen davon holte er sich bereits zwei Runden später wieder zurück als er mit einem starken Manöver am zweitplatzierten Lamborghini von Heiko Scheuermann vorbei ging. Die nächsten Runden waren dann geprägt von Michels Hetzjagd auf den Vorjahresmeister Andreas Heigl und Daniels Zwei- bzw. Dreikämpfen mit den beiden Kosubek Racing Fahrern. Enrico seinerseits setzte sich sukzessiv von Dietmar Blaskovski ab.

Michel verkleinerte stetig den Abstand auf Heigl und konnte, noch bevor beide zum Reifenwechsel in die Box gekommen waren, mit einem Überraschungsmanöver vorbei und in Führung gehen. Einmal in Front war er kaum zu halten und kam mit Respektabstand als Erster ins Ziel.
Enrico musste nach einem schlechten Boxenstopp und einem Dreher eine Position abgeben und kam auf einem starken fünften Platz über die Linie. Trotz des guten Ergebnisses begab er sich sichtlich unzufrieden zurück zur Team-Hospitality.
Daniel Schuchmann machte durch eine konstante Fahrweise Position für Position gut. Bei seinem Boxenbesuch wechselte er auf die weiche Reifenmischung und konnte pro Runde teilweise mehrere Sekunden auf die vor ihm fahrenden Piloten aufholen. Leider reichte aber wie bei Enrico die Rennzeit nicht mehr aus um noch weitere Positionen gut zu machen. Somit blieb es für den Teamchef beim dreizehnten Rang.

Michel Behrendt (#17) - Platz 1
Enrico K. (#30) - Platz 5
Daniel Schuchmann (#21) - Platz 13

Der Teamchef gab sich sehr zufrieden: "Wir haben ein tolles Resultat erzielt. Michels erster Sieg in der GTS und auch der erste für DS Motorsport, was für ein Start in die Saison."
Bereits am kommenden Wochenende findet der zweite Meisterschaftslauf in Daytona statt. Man darf gespannt sein, wie DS Motorsport dort abschneiden wird.

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Montag, 27. März 2017, 21:19

Sonntag 26. März - Daytona

Der zweite Lauf der GTS-Frühjahrssaison wurde auf der Traditionsstrecke von Daytona ausgetragen. Die GTS befuhr hierbei das "Road Course"-Layout, eine Kombination aus Infield und Oval, wobei die sehr schnelle "Bus Stop"-Schikane für einige Spannungsmomente sorgte.

Im Training und in der Qualifikation konnten Michel Behrendt und Enrico K. mit den Startplätzen drei und vier erneut ganz vorne mitmischen. Teambesitzer Daniel Schuchmann konnte mit dem dreizehnten Startplatz zwar den Anschluß an die beiden nicht halten, gab sich aber dennoch fürs Rennen optimistisch: "Ich habe eine ganz gute Strategie. Wenn sie aufgeht, habe ich die Chance, in die Top10 zu fahren."



Beim Start beschleunigten erneut die Nissanpiloten deutlich schlechter als die Konkurrenz und so schossen die beiden Porsche von Heigl und Runge nach vorne. Wie üblich waren die ersten Umläufe geprägt von etlichen Positionskämpfen.
Leider drehte sich bereits in der zweiten Runde Enrico K. ausgangs der "Bus Stop"-Schikane, kurz nachdem er an dem 911er von Heigl vorbeigehen konnte und fiel dadurch auf den vorletzten Platz zurück. Michel Behrendt seinerseits passierte selben Porsche zwei Runden danach und lag fortan nur noch einen Rang hinter seiner ehemaligen Startposition.
Daniel Schuchmann konnte sich durch seine Strategie, mit der Soft-Mischung und wenig Sprit zu starten, zu Rennbeginn bis auf Platz sieben vorarbeiten. Jedoch ließen die Reifen der Startnummer 21 mit der Zeit nach und von hinten drängte bereits die Konkurrenz, welche auf die härten Pneus gesetzt hatte.



Enrico kämpfte sich zeitgleich ebenfalls schnell wieder nach vorne und zeigte sich bald formatfüllend in den Spiegeln seines Chefs. Es kam dann fast zum Eklat, als Daniel bei der Anfahrt auf die "Bus-Stop"-Schikane zu früh bremste und Enrico dadurch beinahe auffuhr. Nur eine Vollbremsung von Enrico und ein Abstecher auf die Wiese verhinderten eine Kollission der zwei Sea Shepherd Nissans. Beim zweiten Anlauf ließ Daniel den schnelleren Enrico endlich vorbei, um ihm eine bessere Platzierung nicht unnötig zu verbauen.

Leider musste der Teamchef von DS Motorsport die nächsten Runden reifenbedingt einige Plätze wieder abgeben.
Dadurch lag Daniel Schuchmann zur Rennmitte dann als Fünfzehnter wieder etwas zurück.



Kurz vor Rennende spitzten sich noch einige Positionskämpfe zu. So wurde Daniel, der rundenlang den Nissan von Toni Blues hinter sich halten konnte, im vorletzten Umlauf auf Rang 11 liegend von diesem umgedreht. Beide Wagen schlugen in die Leitschienen ein und der hinter den beiden liegende Thomas Schacht nutzte die Change und ging vorbei.
Michel, welcher in der Zwischenzeit schon an Porsche Pilot Sven Runge vorbei gehen konnte, bremste sich in einer dramatischen Hetzjagd in der allerletzten Runde noch an Markenkollege Eric Rothenbücher Eingangs Turn 1 vorbei auf die gesamtzweite Position.
Enrico konnte ebenfalls noch einige Positionen gut machen und belegte, trotz seines Drehers, einen sehr guten fünften Rang.

Michel Behrendt (#17) - Platz 2
Enrico K. (#30) - Platz 5
Daniel Schuchmann (#21) - Platz 12



In zwei Wochen gastiert die GT-Series im Bundesstaat Wisconsin auf der Strecke von Road America. Wenn DS Motorsport hier die Startphase gut hinbekommt, ist wieder einiges zu erwarten.

Saleen

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Samstag, 1. April 2017, 12:48

Samstag 1. April - LeMans 12H



DS Motorsport Star-Fahrer Michel Behrendt belegte nach 12 Stunden auf der Fahrer und Material fordernden Strecke von LeMans zusammen mit den Teamkollegen Heiko Scheuermann, Dietmar Blaskowski und Thomas Schacht einen starken sechsten Rang in der GT3 Wertung.
Der blau-rote Nissan GTR Nismo GT3 konnte gegen die über die Renndistanz schnelleren Mercedes nicht viel ausrichten und hatte sowohl mit technischen Problemen als auch mit einer Strafe seitens der Rennleitung zu kämpfen. Zwei Runden Rückstand auf den Führenden AMG im GT3-Klassement hören sich vielleicht nach viel an, doch nach 12 Stunden und einem derart leistungsstarken internationalen Teilnehmerfeld ist ein sechster Platz unter 20 GT3 und 11 LMP1 Fahrzeugen sehr hoch einzuschätzen.



Rennergebis nach 12 Stunden
12H Startphase

Saleen

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Freitag, 28. April 2017, 12:53

Sonntag 9. April - Road America

Zum dritten Rennen traf man sich auf dem Road America Circuit im Bundesstaat Wisconsin. Mit Enrico K. und Michel Behrendt waren diesmal nur die zwei schnellsten Piloten von DS Motorsport vor Ort.

Die Pole Position sicherte sich abermals Michel Behrendt, während Enrico K. knapp dahinter den vierten Platz für sich behaupten konnte.



Der Beginn verlief wie üblich turbulent. Aufgrund des schlechten Startverhaltens des Nissans verlor Michel noch vor der ersten Kurve die Führung an den vom Rennstall Kosubek eingeschriebenen Glickenhaus von Florian Rauh. Doch bereits nach wenigen Kurven wurde zur Zufriedenheit des Teamchefs, welcher das Renen aus terminlichen Gründen selbst auslassen musste, die richtige Reihenfolge wieder hergestellt.
Enrico K. hatte leider erneut wenig Glück und verlor wie in Daytona bereits in der ersten Runde aus bisher nicht bestätigten Gründen die Kontrolle über seinen Wagen. Im Streckenabschnitt Kink schlug die Nummer 30 mit Gegnerkontakt hart in die Leitschienen ein. Totz des stark beschädigten Wagens entschied man sich aber dazu den Stopp nicht vorzuziehen und so gab es für die Fans erneut eine starke Aufholjagd von Enrico zu bewundern, welcher aber sichtbar mit dem deformierten Nissan zu kämpfen hatte.



Am vorderen Ende des Feldes fuhr Michel unterdessen ein kontrolliertes und nach Eigenaussage reifenschonendes Rennen und hielt sowohl Florian Rauh als auch Heiko Scheuermann und den Letzjahresmeister Andreas Heigl erfolgreich hinter sich. Kurz vor Rennende sorgte der siebzehner Nissan aber noch für einige rauchende Köpfe an der Box von DSM. Die Sensoren der Pedalerie des GTR machten Probleme. Ein notwendigen Reset war unumgänglich und die rundenlange Führungsposition war plötzlich dahin.
Die anschließenden Runden flog der von Sea Shepherd gesponsorte Wagen förmlich um die Strecke und so kam es in den letzten Umläufen doch noch zu einem sehenswerter Zweikampf zwischen dem nun führenden Heiko Scheuermann und Michel Behrendt. Erst in der vorletzten Runde des Rennens konnte sich der Sea Shepherd Nismo beim Anbremsen wieder vorbeischieben und seinen bereits zweiten Sieg in drei Rennen nach Hause bringen.
Auch Enrico fuhr währenddessen ein sehr gutes Rennen und ging wieder an zahlreichen Gegnern vorbei. Am Ende lag er mit Rang sieben zwar drei Plätze hinter seiner Startposition, aber gemessen an der Situation zu Rennbeginn und einer sehenswerten Aufholjagd, zeigte sich das Team mehr als zufrieden mit der Pace seiner beiden Fahrer.

Michel Behrendt (#17) - Platz 1
Enrico K. (#30) - Platz 7



Nun geht es nach Europa, wo naturgemaß nicht nur komplett andere Temperaturbedingungen für einige Überraschungen sorgen werden.

Saleen

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Freitag, 28. April 2017, 13:01

Sonntag 23. April - Barcelona

Der Europa-Auftakt der Frühjahrssaison der GTS wurde im spanischen Barcelona auf dem Circuit de Catalunya ausgetragen.

Der Führende in der Meisterschaft, Michel Behrendt, konnte sich ganz knapp hinter seinem Kontrahenten Heiko Scheuermann qualifizieren. Enrico K. gelang die siebtbeste Zeit, doch blieb er damit hinter seinen Erwartungen zurück. Hauptursache dafür waren 30 kg Strafgewicht, welche er wegen des Unfalls in der ersten Runde des dritten Laufes bekam und nun mitschleppen musste. Teamchef Daniel Schuchmann kam auch hier nicht so Recht in Fahrt und so blieb ihm mit Rang 15 erneut ein Startplatz in den Top10 verwehrt.



Der Rennbeginn verlief sehr turbulent. Bereits in der ersten Kurve konnte sich Michel mit leichtem Feindkontakt auf Platz 1 nach vorne kämpfen. Einige Kurven später wurde es dann hektisch als der AMG von Stefan Kosubek durchs Kiesbett rodelte und die nachfolgenden Fahrer dem auf die Strecke Zurückkehrenden Platz machen wollten. Dabei wurde Daniel leider gedreht und ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Wie so oft musste er nun eine Aufholjagd starten.

Auch bei Enrico lief es nicht rund. Einige Fehler, die möglicherweise dem Gewicht geschuldet waren, sowie viele Zweikämpfe verhinderten eine Verbesserung der Position und so musste er sich zeitweise sogar nach hinten orientieren.
Michel konnte indes vorne wie gewohnt seine Führungsrunden abspulen. Nur der zweitplatzierte Heiko Scheuermann konnte ihm über die Renndistanz wirklich folgen.



Bei den Boxenstopps gab es anschließend kaum Positionsverschiebungen. Das Feld war zum Teil weit auseinander gezogen und so war die zweiten Rennhälfte nur noch vereinzelt von Zweikämpfen geprägt. Ein kleiner Aufreger geschah kurz vor Ende als das Führungsduo von einem zu überrundenden Audi R8 LMS aufgehalten wurde. Der Vorsprung von Michel verkürzte sich dramatisch, dennoch konnte er aber einige Umläufe später Platz 1 sicher nach Hause fahren.
Enrico musste sich im Ziel mit Rang 10 begnügen, sichtlich unzufrieden stand er bei den Reportern zum Interview bereit. Daniel hingegen konnte seinerseits mit Position 17 nur Schadensbegrenzung betreiben.




Michel Behrendt (#17) - Platz 1
Enrico K. (#30) - Platz 10
Daniel Schuchmann (#21) - Platz 17

Der nächste Lauf findet in der Grünen Hölle statt. Dies wird wohl, allein wegen der einzigartigen Atmosphäre, das Saisonhighlight der diesjährigen GTS darstellen.

Saleen

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Samstag, 13. Mai 2017, 20:52

Sonntag 7. Mai - Nürburgring Nordschleife

Der Eifel-Klassiker wurde auf dem 25,378 km langen Endurance-Layout ausgetragen.

'Erneut konnte sich Michel Behrendt mit der Pole-Position die beste Ausgangslage für das Rennen sichern. Während Enrico K. den siebten Platz einnahm, blieb Daniel Schuchmann, der mit technischen Problemen zu kämpften hatte, nur Startplatz 12 im Grid.

Die Ampel erlosch und schon in der Mercedes-Arena begannen die Rangeleien, da sich die Fahrer gut für die erste Runde auf der Nordschleife, wo Überholen erfahrungsgemäß schwierig ist, positionieren wollten.



Enrico K. lieferte sich mit Dietmar Blaskowski einen erbitterten Zweikampf, bei dem es immer wieder zu Kontakten kam. Leider beförderte Dietmar sich und Enrico in der Valvoline-Kurve mit einem übermotivierten Manöver ins Kiesbett und so musste der dreisiger Nissan erneut schon zu Rennbeginn einen großen Zeitverlust hinnehmen. In der Anfahrt zum Adenauer Forst wurde auch Daniel Schuchmann durch einen Kontrahenten gedreht und es dauerte lange, bis er sich wieder einreihen konnte. Er nahm somit auf dem letzten Platz liegend das Rennen wieder auf. Michel Behrendt fuhr währenddessen in Führung liegend auf und davon und konnte selbst die mit weichen Slicks bereiften Porsche auf Respektabstand halten. Daniel und Enrico schlossen erwartungsgemäß auf das Feld auf und befanden sich vor den Boxenstopps auf dem zehnten bzw siebten Rang. Leider vorloren beide mit einer langen Standzeit wieder einige Plätze.




Mit aller Macht machte sich der Teamchef von DSM mit seinem vollgetankten Nissan breit, denn von hinten drängte nun der Olympic Sports McLaren und es spitzte sich für die letzten Umläufe noch ein enges Duell zu. Doch gerade zu Beginn der elften und somit letzten Runde ereilte der Nummer 21 Eingangs der Müllenbachschleife ein technisches Problem mit der Lenkung. Daniel musste sichtlich Geschwindigkeit rausnehmen und den Wiedersacher kampflos ziehen lassen um den GTR heil ins Ziel zu bringen. Enrico K. hatte zwar freie Fahrt doch der Abstand nach Vorne war schon zu groß um in den verbleibenden Runden noch mehr Boden gut machen zu können.



Der nun hinter dem Teamchef liegende Nissan von Toni Blues kam ebenfalls unaufhaltsam näher und so war ständig der Blick auf den Abstand gerichtet. Beim Versuch, das Tempo zu erhöhen, um wenigstens den elften Platz nicht auch noch herschenken zu müssen unterlief ihm dann im Bereich Eschbach ein weiterer Dreher und der Verfolger ging nicht nur vorbei sondern krachte auch noch unsanft in die Seite des Wagens. Dietmar Blaskowski nutze die Chance und passierte zusammen mit Toni Blus die Unfallstelle, drehte sich auf Grund eines Fahrfehlers aber einige Kurven später und so konnte Daniel immerhin den 12. Platz ins Zeil retten. Michel fuhr indes einen weiteren Laufsieg ein und Enrico K. holte mit Rang 9, im Anbetracht der Umstände, ebenfalls wichtige Punkte für den Kampf in der Team-Wertung.

Am Ende sah das Ergebnis so aus:

Michel Behrendt (#17) - Platz 1
Enrico K. (#30) - Platz 9
Daniel Schuchmann (#21) - Platz 12

Mit Misano erwartet das Teilnehmerfeld beim nächsten Lauf eine anspruchsvolle Strecke, die viel Platz für Fahrfehler bereit hält.

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Freitag, 2. Juni 2017, 10:04

Sonntag 21. Mai - Misano

Zum sechsten Lauf der GTS-Frühjahrssaison traf man sich auf dem italienischen Misano World Circuit.

Trotz vieler Trainingsrunden kam der Meisterschaftsführende Michel Behrendt in der Qualifikation unerwartet nicht in Fahrt. Die Rennleitung verwarnte wegen überschreiten der Track-Limits zudem mehrere Piloten, darunter auch Enrico. Dennoch konnte sich Enrico K. auf Platz 2 qualifizieren, wo hingegen Michel mit Rang 4 seit langem die erste Startreihe verpasste. Erneut hinter seinen Erwartungen zurück lag Daniel Schuchmann, da er sich im Training recht konstant in den Top 10 halten konnte, im Qualifying aber nur Position 14 erreichte.

Bereits in den ersten Kurven wurde Michel von Meisterschaftskonkurrent Andreas Heigl ins Abseits auf einen unbefestigten Teil der Strecke gedrängt und beschädigte sich dabei seinen Wagen. Nach einem notwendigen Reparaturstopp musste er mit Rundenrückstand das Rennen wieder aufnehmen.



Im weiteren Verlauf konnte er den blaugrünen Nissan jedoch sehr schnell nach vorne bringen und so kam es beim Zurückrunden zu einigen Zwischenfällen, über die man nach dem Rennen zu reden hatte. Enrico und Daniel fuhren währenddessen beide konstante Runden.



Kurz vor Rennhälfte begannen die Boxenstopps und die Positionen verschoben sich. Daniel Schuchmann, der sich entschieden hatte, die mittlere Reifenmischung in der zweiten Rennhälfte zu fahren, haderte nun damit diese auf Temperatur zu bekommen. Einige starke Verbremser und Abflüge waren die Folge. Enrico kämpfte mit Heiko Scheuermann und Sven Runge um den letzten Platz auf dem Potest, einige Umläufe lang lag nicht einmal eine Sekunde zwischen den drei Fahrern.



Michel konnte, nachdem er sich fast vom kompletten Feld zurückgerundet hatte, weiterhin Position um Position gut machen. Bald schon tauchte er im Rückspiegel seines Teamchefs auf, welcher ihn nach kurzer Gegenwehr passieren lassen musste.

Das Dreiergespann Enrico K., Scheuermann, Runge kämpfte bis zur letzten Kurve um Platz 3. Enrico musste sich am Ende knapp mit Rang 5 begnügen, wenn gleich ihm nur 1,0 bwz. 1,2 Sekunden auf die beiden vor ihm liegenden Piloten fehlten. Michel verpasste mit Platz 11 zwar die Top 10, holte aber wichtige Punkte für die Meisterschaft, welche er bekanntlich seit dem ersten Rennen anführt. Daniel kam nach einer schlechten zweiten Rennhälfte auf der zwölften Gesamtposition ins Ziel.
Obwohl DS Motorsport hier seit langer Zeit keinen Fahrer auf dem Siegertreppchen stellen konnte, führt man nach wie vor zwei Rennen vor Schluss beide Meisterschaftskategorien souverän an.

Hier nochmal die Positionen im Überblick:

Enrico K. (#30) - Platz 5
Michel Behrendt (#17) - Platz 11
Daniel Schuchmann (#21) - Platz 12

Das nächste Rennen wird in der Dunkelheit des Stadtkurses von Singapur stattfinden. Der enge und unübersichtliche Kurs verspricht einiges an Spannung.

Saleen

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Donnerstag, 22. Juni 2017, 19:23

Sonntag 18. Juni - Singapur

Der Stadtkurs von Singapur war der Austragungsort des siebten Laufes zur Saison 1 der GT-Series und auch das einzige Nachtrennen im Kalender.
Hier kam zum ersten Mal Frank A. als Ersatzfahrer für Ben Leissling zum Einsatz. Man kennt sich bereits aus vergangenen Tagen in der GTT, dem Vorgänger der GT-Series, wo Frank als Fahrer bei Fake Racing gemeinsam mit Enrico K. ein Team bildete. Damals wurden die Fahrzeuge stets durch DS Motorsport betreut und man pflegte trotz enger Konkurrenz eine langjährige Partnerschaft.

Schon im Training gab es Homologations-Probleme am Wagen mit der Startnummer 21 und trotz aller Bemühungen von DS Motorsport gelang es der Rennleitung nicht den Wagen des Teamchefs Daniel Schuchmann rechtzeitig fürs Rennen freizugeben. Ein Disaster wenn man bedenkt mit welchem Aufwand man für Singapur erstmals alle vier Wagen vorbereitet hatte.

In der Qualifikation sah man hingegen ein gewohntes Bild. Michel Behrendt dominierte erneut das Geschehen und sicherte sich seine vierte Pole Position. Enrico konnte sich mit Startplatz 6 wieder einmal souverän innerhalb der Top 10 platzieren. Frank qualifizierte sich bei seinem Debüt mit Rang 16 in der 8. Startreihe des Grids.



Schon zu Beginn des Rennens musste Michel seine Führung abgeben, nachdem der zweitplatzierte Ferrari 488 GT3 von Michael Meuthen mit einem sehr guten Start noch vor der ersten Kurve am Nissan mit der Nummer 17 vorbei gehen konnte. Enrico tat sich im vorderen Mittelfeld indes schwer und wurde durch teilweise mehrfach unsportliche Fahrweise der Konkurrenz abgehalten, das Potential seiner weichen Slicks voll ausspielen zu können. Ein Protest bei der Rennleitung, wegen Missachtung der Track Limits blieb leider folgenlos und so musste man sich mit der Situation abfinden.
Michel ließ unterdessen den drittplatzierten Porsche von Thomas Schacht passieren, um seine Reifen bis zum Stopp am Leben zu halten und sich gegen Rennende mit frischen Pneus voll auf den Kampf um den Sieg konzentrieren zu können.



Wie erwartet wurden gegen Rennhalbzeit die Pflichtboxenstopps durchgeführt, bei welchen sowohl nachgetankt als auch die Reifen gewechselt wurden. Aus der Box heraus konnte sich Michel Behrendt Platz 2 schnell wieder zurückholen und nahm im Anschluss daran die Verfolgung des führenden 488 GT3 auf. Enrico K. wurde indes erneut Opfer einer unsportlichen Attacke, als sich Philipp Priessner durch abkürzen der Strecke nicht nur regelementswidrig vorbeidrängte sondern auch noch einige Kurven später den zwischenzeitlich wieder vorbeigegangenen Nissan durch eine Berührung am Heck unsanft in die Leitschienen beförderte.

Der Teamchef Daniel Schuchmann, dessen GTR ja schon vor Beginn des Qualifyings von der Rennleitung nicht freigegeben worden war, musste dem Tun auf der Strecke tatenlos vom Kommandostand aus zusehen. Als wäre dies nicht schon genug stellte auch noch Frank den zwanziger Nismo nach gerade einmal vierzehn Runden unerwartet mit technischem Defekt ab.



An der Spitze des Feldes holte nun Michel Zehntel für Zehntel auf den seit Rennbeginn führenden Ferrari auf. Leider reichte die Rennzeit aber nicht mehr aus um noch ein Überholmanöver setzen zu können und so kam er mit einem Rückstand von lediglich 0,914 Sekunden als Zweiter ins Ziel. Enrico konnte ebenfalls auf die vor ihm fahrenden Piloten aufschließen aber auf dem engen Stadtkurs fand auch er keinen Weg vorbei und wurde schlussendlich mit einer Wagenlänge Rückstand auf Platz 8 liegend abgewunken.

Nach Rennende nahm die Rennleitung Stellung zu den unerwarteten Homologations-Problemen des einundzwanziger Nissans von DS Motorsport und man entschuldigte sich beim Teamchef da der Fehler innerhalb der eigenen Dokumentation lag. Inwieweit zukünftig Forderungen seitens DSM für dieses grob fahrlässige Verhalten auf die Organisatoren zukommen, muss sich die nächsten Wochen noch zeigen.

Hier die Positionen im Überblick:

Michel Behrendt: Platz 2
Enriko K.: Platz 8
Frank A.: DNF
Daniel Schuchmann: DNS

Mit Spa Francorchamps erwartet die Piloten in zwei Wochen ein heißes Rennen auf der belgischen Ardennenachterbahn. Hier wird in einem sicherlich erneut spannenden Kampf um die Fahrer- und Teamwertungen das Finale der GTR4u Frühjahrssaison ausgetragen.

Saleen

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Dienstag, 4. Juli 2017, 13:37

Sonntag 2. Juli - Spa-Francorchamps

Zum finalen Lauf der GTR4u GT-Series reisten die Teams mit ihren GT3-Rennwagen nach Spa Francorchamps. Auf dem über sieben Kilometer langen Kurs konnte jeder noch einmal bestätigen aus welchem Grund er in der Gesamtwertung soweit vorne liegt.

Im bisher knappsten Zeittraining trennten die ersten zehn Piloten lediglich 1,3 Sekunden. Enrico K. stellte seinen GTR auf Rang zwei, 0,3 Sekunden hinter dem Polesetter auf BMW. Ein Zehntel dahinter folgte direkt schon Michel Behrendt im siebzehner Nissan. Daniel Schuchmann hingegen musste leider wegen Terminüberschneidungen mit dem ADAC Truck GP auf einen Start in den Ardennen verzichten.



Ein letztes Mal sprang die Ampel auf grün und mit Enrico K., Michel Behrendt, Heiko Scheuermann und Andreas Heigl bog die Spitze des Feldes und auch der Gesamtwertung kontaktfrei in La Source ein. Die Geschwindigkeit zog sehr schnell an und so konnten langfristig nur die beiden mittelhart besohlten DSM-Nissans dem mit weichen Pneus bereiften Pole-BMW folgen. Nachdem er Michel passieren lies verlor Enrico K. leider Ausgangs Les Combes das Heck seines Wagens und fiel die nächsten Runden einige Positionen zurück.

Kurz nach Rennhalbzeit wechselten sowohl der siebzehner als auch der dreisiger Wagen auf die weiche Reifenmischung. Was dann beide DSM-Piloten für ein Feuerwerk abbrannten, zeigte zu was sie schon die komplette Saison über im Stande waren. Die Rundenzeiten purzelten und einige Umlaüfe später musste sich der zu Rennbeginn führende Z4 GT3 von Eric Rothenbücher dem immer schneller werdenden Michel Behrendt geschlagen geben. Enrico K. seinerseits pflügte regelrecht durch den Verkehr, war zu diesem Zeitpunkt zweifelsohne schnellster Fahrer im Feld und ging innerhalb einer dreiviertel Runde an Mathias Kaniz, Michael Meuthen und Stefan Kosubek vorbei und lag fortan auf Rang drei. Der Abstand zum noch zweitplatzierten Z4 schmolz dahin, doch bevor es zu einem direkten Duell kommen konnte bog dieser in die Boxengasse ab. Von diesem Moment an lagen beide von Sea Shepherd Deutschland e.V. gesponserten Nissan GTR Nismo GT3 auf den Plätzen eins und zwei und holten kurze Zeit danach nicht nur den Doppelerfolg für DS Motorsport in Spa-Francorchamps sondern ebenfalls mit großem Abstand die Team- und Fahrerwertung der GTR4u GT-Series.



Hier die Positionen im Überblick:

Michel Behrendt (#17) - Platz 1
Enrico K. (#30) - Platz 2

Der größte Anteil gebührt sicherlich Michel Behrendt der in den acht Rennen fünf Siege und zwei zweite Plätze einfuhr. Dazu gesellte sich immer ein Start aus den ersten beiden Reihen und ganze vier Pole Positions. Selbst bei dem für ihn schlechtesten Rennen der Saison im italienischen Misano, bei welchem er nach einem unverschuldeten Unfall mit Andreas Heigl von der Strecke abkam und sich den Wagen auf dem unbefestigten Teil der Strecke so stark beschädigte, dass er bei einem Boxenstopp schon zu Beginn eine komplette Runde zurückfiel, reichte es dank einer perfekten Fahrweise immer noch für einen sensationellen elften Rang.
Worte sind hier fast schon zu wenig um eine solche durch die ganze Saison dominierende Fahrweise, mit einem mehr als verdienten Fahrertitel, beschreiben zu können.



Enrico K., welcher zu Saisonbeginn oftmals mit der ersten Runde haderte und sich so das ein oder andere noch bessere Ergebnis verbaute, zeigte bei genauerer Betrachtungsweise ebenfalls eine sehr sehr starke Leistung. Rechnet man die erwähnten ersten Runden und die meist unverschuldeten Kontake heraus wären es mit Sicherheit mehr als ein Potestplatz und drei fünfte Positionen gewesen, zumal ihm bei drei Rennen nicht einmal zwei Sekunden vom Treppchen trennten. Während Michel dank eines Starts aus der ersten Reihe oftmals vorne frei weg fahren konnte, kämpfte sich Enrico permanent erfolgreich durchs Feld und wurde das ein oder andere Mal von der Konkurrenz gedreht oder abgedrängt. Beispielhaft steht hier das Rennen auf dem Nürburgring als er von einem Mitkonkurrenten ins Kies geschoben wurde und schon in der ersten Runde auf den letzten Rang zurückfiel. Zwei Zweite und drei vierte Startpositionen kündigen ebenfalls schon deutlich an mit wem zukünftig auch hinsichtlich Fahrertitel stark zu rechnen sein wird. Am Ende bleibt ein starker fünfter Rang in der Fahrerwertung und der Teamtitel, welchen nur beide Piloten gemeinsam einfahren konnten.



Teameigner Daniel Schuchmann saß lediglich bei fünf der acht Rennen umfassenden Saison hinter dem Volant der Nummer 21. Ein enger Zeitplan und ein zu knapp kalkuliertes Trainingspensum forderten ihren Tribut und so steht am Ende nur ein sechzehnter Rang in der Fahrerwertung zu buche. Die erfolgreichsten Rennergebnisse waren der zwölfte Rang in Misano und auf der Nürburgring Nordschleife. Der siebzehnte Rang in Barcelona hingegen zeigt deutlich, dass der Nissan doch einiges mehr an Fahrpraxis benötigt. Die Teamkollegen wissen, zu was ihr Chef bei gutem Training imstande ist. Vielleicht wird sich das kommende Saison schon eher zeigen.



Frank A. welcher Ben Leissling in Singapur ersetzte qualifizierte sich in seinem ersten Rennen der GT-Series für den sechzehten Startplatz. Leider konnte er wegen Elektronikproblemen nicht zeigen wozu er fähig ist und musste bereits in Runde 14 den Nissan am Streckenrand abstellen.



Ben Leissling der seit dem Brands-Hatch Rennen im Juni 2016 kein Rennen mehr in den Top10 beenden konnte und diese Saison sogar komplett fern blieb wird zukünftig nicht mehr als Stammpilot für DS Motorsport an den Start gehen. Bereits vor dem Rennen in Singapur gab er uns hierzu ein Statement, pochte aber entschieden auf eine Verschwiegenheitsklausel bis nach dem Saisonfinale:
"Die Entscheidung fiel mir wahrlich nicht leicht, immerhin verbindet mich mit DSM alles was mich auch zeitgleich mit Simracing verbindet. Ich muss nun einfach einen Schritt zurück gehen um irgendwann zwei Schritte vorwärts machen zu können. Ich schließe einen Gaststart, natürlich unter dem DSM-Banner, nicht aus aber den Platz des Stammpiloten gebe ich nun wirklich ab. Nach wie vor werde ich im Team fest involviert sein, das kann mir keiner nehmen, nur eben abseits der Strecke. Ich hoffe sehr auf das Verständnis meiner Teamkollegen, das ist mir wirklich wichtig, zumal ich irgendwann mit genau ihnen meinen Neustart wagen möchte und auch werde."


Auch der Teamchef sagte etwas zu Ben's Entscheidung: "Ich kann Ben verstehen und seine Beweggründe absolut nachvollziehen. Mit Frank haben wir sicher einen würdigen Nachfolger für den Platz des Stamm-Fahrers. Natürlich wird Ben im Teammanagement integriert bleiben und mir so hoffentlich etwas Arbeit abnehmen, damit ich mehr Zeit habe, mich auf die Rennen vorzubereiten." Dabei lachte er und verschwand mit Ben in der Team-Hospitality.

Schuchi

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Montag, 24. Juli 2017, 19:35

Siegerfeier Saison 1 GT-Series 2017



Gestern beging man bei DS Motorsport die Siegerfeier zum Gewinn der Fahrer- und Teammeisterschaft in der GT-Series 2017 Saison 1. Alle Fahrer und Teammitglieder gaben sich ausgelassen und waren sichtlich begeistert und erleichtert zugleich.

Der Teamchef sagte dazu Folgendes: "Es liegt eine harte Frühjahrssaison hinter uns. Wir haben alles erreicht und konnten unsere Ziele sogar übertreffen. Nun lastet für die Herbstsaison ein enormer Druck auf uns. Aber ich bin zuversichtlich, dass Michel und Enrico die Titel verteidigen können."
"It's nice to be impotant but it's more important to be nice!" - H.P. Baxxter
"If the oceans die, we die!" - Captain Paul Watson

Saleen

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Dienstag, 29. August 2017, 21:30

Sonntag 27. August - Fuji Speedway

Der Auftakt zur Herbstsaison der GT-Series fand auf dem japanischen Fuji-Speedway statt.
Einige Änderungen im Reglement sowie ein neues homologiertes Fahrzeug versprachen viel Action und Spannung.
So sind zum Beispiel für 90-Minuten-Rennen ab sofort 2 Boxenstopps mit Reifenwechsel Pflicht, wohingegen
die Reifenregel gelockert wurde.
Den Teams steht es folglich wieder frei, welche der 3 Gummimischungen sie den Fahrern aufziehen.
Auch durch Fahrzeugwechsel vieler Teams wurde der Grid und damit die Kräfteverhältnisse neu gemischt.

Im Training konnte Michel Behrendt, dessen Wagen als Meister der Frühjahrsaison fortan die Startnummer 1 ziehrt,
wieder an ebendiese Form anknüpfen und platzierte sich nach einem heftigen Schlagabtausch knapp hinter der
Pole-Position auf Platz 2.
Auch Enrico K. war konstant um die Top 5 zu finden. Bei ihm zeigt die Formkurve wohl weiterhin Richtung Podium.
Bei Daniel Schuchmann änderte sich da nicht viel, wie gewohnt fand man ihn stets auf der zweiten Seite des Rankings,
immer weit außerhalb der Top10.

Der Start verlief turbulent, es gab viele Rangeleien und das Paltzverschiebungen. Erst nach etwa 3 Runden beruhigte
sich das Feld und man hatte vorerst seine Position bezogen.
Michel konnte in Runde 2 den Führenden mit einem beherzten Manöver überholen und führte damit den Tross
aus 24 Wagen an.
Auch Enrico konnte seine Position behaupten. Konnte er anfangs auf den vor ihm liegenden A. Heigl Druck ausüben,
musste sich aber im weiteren Verlauf aufgrund der abbauenden Reifen eher nach hinten orientieren, da seine
Kontrahenten wieder aufholen konnten.
Daniel Schuchmann, der von den Fehlern und Problemen der anderen Fahrer profitierte und somit Position um Position
nach vorne kam, tat sich jedoch schwer, konstante Rundenzeiten zu fahren und so kämpfte er mehr damit, den Wagen
auf der Strecke zu halten, als sich auf schnelle Rundenzeiten konzentrieren zu können.
Da dieses Rennen bereits ein 90-Minuten Lauf war, konnten die 3 DSM-Piloten den Vorteil ihres Nissans nutzen und gingen
in allen 3 Stints mit der weichsten Reifenmischung auf die Strecke.

Michel, der sich nach und nach von seinen Verfolgern absetzen konnte, fuhr ein recht einsames Rennen, welches er dann
auch auf Position 1 liegend für sich entschied. Nach dem Rennen sagte er Folgendes im Interview: "Dadurch das ich nun
schon gute 20 Sekunden Vorsprung hatte, entschied ich mich dazu den Speed etwas rauszunehmen um nicht einen
Totalausritt zu riskieren! Dies gelang mir dann bis zum ende des Rennens und konnte den ersten Lauf für mich entscheiden."


Enrico, der sich in allen Stints gegen den hinter ihm fahrenden Mercedes AMG GT von S. Luther zur Wehr setzen musste,
holte sich am Ende mit Platz 4 ein versöhnliches Ergebnis ab. Hatte er noch im Training über mangelndes Handling geklagt,
gab er sich nach dem Rennen recht erleichtert: "Also mit dem 4. Platz an sich bin ich sehr zufrieden."
Kritik übte er allerdings an seinem Teamchef, mit dem es beim Überrunden zu einer unschönen Situation kam: "Bei den
Überrundungen lief es manchmal nicht so gut, das hat mich einiges an Zeit gekostet. Auch bei Daniel, das eine Mal in der
Spitzkehre, da dachte ich mir, er lässt die Tür auf, um mich durchzuwinken, das hat aber nicht so ganz geklappt und dadurch
ist der Steffen in direkte Schlagdistanz zu mir gekommen."


Daniel Schuchmann konnte am Ende auf Platz 13 liegend ins Ziel fahren. So sah seine Rennfazit aus: "Ich hatte ein sehr
durchwachsenes Rennen. Immer wieder konnte ich sehr gute Rundenzeiten fahren, jedoch nie konstant und die zahlreichen
Fehler machten mir eine bessere Platzierung zunichte. Wenn es mir geliungen wäre, konzentrierter zu fahren und nicht so
viele Fehler und Dreher einzubauen, hätte ich sicher um die Top10 kämpfen können. Ich bin mir nicht sicher, woran das liegt,
vermutlich neige ich dazu, den Wagen im Rennen zu überfahren, den im Training konnte ich konstant gute Zeiten gehen und
war von daher optimistisch.
Ich hoffe, dass mir der parallle Start in der NoS-GT-Challenge dabei hilft, im Rennen ruhiger und konstanter zu werden."


Der nächste Lauf wird auf der im australischen Bundesstaat Victoria liegenden Strecke Phillip Island stattfinden.
Man darf sich auch dort auf ein spannendes und actiongeladenes Rennen freuen.



Text: Schuchi
Bilder: Saleen (warten auf 4k)

Qualy Michel:

Qualy lief für mich genauso überraschend wie das Rennen. Ich konnte mich anfangs auf die Pole setzen aber mit dem verlauf der Zeiten haben mich Heiko und 2 weitere Fahrer verdrängt.
Ich hab dann die restliche Zeit genutzt und wollte mir die Pole wieder holen! Leider reichte es mit einem abstand von 0.042 Sekunden "nur " für Startplatz 2.

Rennen Michel:

Der Start verlief mit dem Nissan diesmal überraschend gut, wobei ich mit dem immer im Rückspiegel größer werdenden Ferrari meine bedenken darüber hatte.
Ich konnte mich gleich in der ersten kurve etwas neben dem auf Pole gestarteten R8 von Heiko setzen. Dieser behauptete aber Kurvenausgangs seine Führungsposition. Ich musste mich vorerst hinter ihm einreihen. In der 2. Runde nutze ich dann die Gelegenheit und setzte mich eingangs der letzten Schikanen neben ihn und konnte vorbeiziehen! Nun hieß es pushen Pushen Pushen! Ich konnte innerhalb einiger Runden einen akzeptablen Vorsprung heraus gefahren.
Im zweiten Stint bin ich solang die Reifen noch okey waren weiterhin schnelle Runden gefahren. Als die Reifen dann langsam abbauten kam es hier und da auch zu kleinen Fehlern.
Dadurch das ich nun schon gute 20 Sekunden Vorsprung hatte, entschied ich mich dazu den Speed etwas rauszunehmen um nicht einen totalausritt zu riskieren!
Dies gelang mir dann bis zum ende des Rennens und konnte den ersten Lauf für mich entscheiden.

Rennen Enrico:
Zum meinen Rennen, also mit dem Platz 4 an sich bin ich sehr zufrieden. Der erste Stint lief sehr gut, konnte am Heigl dran bleiben und war zeiweise auch ein klein wenig schneller, nur in den letzten 2-3 Runden waren die Reifen so hinüber, dass er etwas weggekommen ist. Aber ab dem zweiten Stint lief nix mehr, konnte nach dem Stopp meine Zeiten nicht mehr gehen, war ne halb Sekunde langsamer und viel am rumrudern. Da bekam ich dann Druck vom Hrn Luther, aber der Flache Flügel und die Nissan Power haben mich über die Gerade gerettet. Ich bin dem trotz Windschatten immer wieder wegfahren. :D
Der dritte Stint, war ca. ne Sekunde langsamer ... aber ich bin nicht mehr ganz so gerutscht. Nur zum Ende hin wurde es wieder schlimmer und der Steffen kam wieder näher.

Bei den Überundungen liefs es manchmal nicht so, das hat mich auch etwas an Zeit gekostet, auch bei Daniel, das eine Mal in der Spitzkehre, da dachte ich mir du lässt die Tür auf um mich durchzuwinken. Das hat aber nicht so ganz geklappt und dadurch ist der auch erst der Steffen in direkte Schlagdistanz gekommen.